Füllungen und Materialien

Wurde ein Zahn erst einmal von einer Karies befallen, muss der Zahnarzt das betroffene Zahnmaterial und somit alle Ablagerungen und Bakterien entfernen. Bei kleineren Defekten wird der entstandene Hohlraum im Zahn mit einer Füllung versehen und damit versiegelt. Bei größeren Defekten oder wenn die Karies bereits die Zahnwurzel erreicht hat, sind Füllungen teilweise nicht mehr möglich, und es wird mit Hilfe der Prothetik versucht, den Zahn zu erhalten oder zu restaurieren. Dem Patienten stehen bei anstehenden Füllungen verschiedene Materialien zur Verfügung, deren Vor- und Nachteile für den jeweiligen Fall abzuwiegen sind.

Amalgam

Seit ungefähr 150 Jahren wird es in der Zahnmedizin eingesetzt und war zeitweise das am häufigsten verwendete Füllungsmaterial weltweit. In den letzten Jahren häufen sich jedoch Mitteilungen über tatsächliche und vermutete gesundheitliche Schädigungen, durch das im Amalgam enthaltene Quecksilber. Obwohl ein Zusammenhang zwischen Amalgam und allgemeinmedizinischen Problemen bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, stellen sich immer mehr Patienten und Zahnärzte die Frage, ob diese quecksilberhaltige Legierung gesundheitsschädlich ist.

Amalgam ist wegen seiner Farbe nicht besonders ästhetisch und auffällig. Demgegenüber stehen Vorteile wie die lange Haltbarkeit von 8-10 Jahren, die Passgenauigkeit und der niedrige Preis einer solchen Füllung.

Composite

Composite- Füllungen sind stabil und belastbar und kommen vorwiegend bei kleinen bis mittleren Defekten zum Einsatz. Die verwendeten Composites sind zahnfarben und werden mit Hilfe einer Ätz-Klebe-Technik im Zahn verankert. Der Werkstoff wird in einer Mehrschichttechnik zahnschonend und optimal verarbeitet. Der dadurch entstehende Arbeitsaufwand ist etwa dreimal so hoch wie bei einer Amalgamfüllung. Die durchschnittliche Haltbarkeit liegt bei 4-9 Jahren.

Gold

Gegossene Füllungen mit hohem Goldanteil gelten als eine der besten Alternativen zu Amalgam. Eine gute Goldfüllung hält durchschnittlich 10-14 Jahre und besitzt damit die längste Haltbarkeit unter den verschiedenen Füllungsmaterialien. Darüber hinaus können Goldinlays bei nahezu allen Defektgrößen angewandt werden.

Ein Goldinlay wird mit Hilfe eines Abdruckes des betroffenen Zahns vom Zahntechniker angefertigt und erreicht daher eine perfekte Passgenauigkeit. Einige Patienten empfinden Goldfüllungen als ästhetisch, während andere Füllungen in Zahnfarbe bevorzugen.

Hinweis: Zur Herstellung von Inlays können auch andere Metalle oder Legierungen verwendet werden.

Keramik

Ein Keramikinlay (auch Porzellaninlay) wird mit Hilfe eines Abdruckes des Betroffenen Zahns vom Zahntechniker angefertigt. Wie auch bei Goldinlays gewährleistet diese Tatsache eine perfekte Passgenauigkeit. Füllungen mit Keramikinlays sind kaum vom natürlichen Zahn zu unterscheiden und haben daher für ästhetische Arbeiten einen hohen Stellenwert.

Die Haltbarkeit von bis zu 9 Jahren ist darauf zurückzuführen, dass Keramikinlays mit einem Kunststoff in den Zahn eingeklebt werden. So entscheidet hier die Haltbarkeit des Klebers über die Haltbarkeit der Füllung.

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