Technologien

Die moderne Zahnmedizin befindet sich in einem ständigen Wandel. Neue Technologien und Verfahren sollen dazu beitragen Behandlungen zu vereinfachen und den Patienten zu schonen. In den letzten Jahren gab es viele Neuerungen, die leider auch heute noch relativ unbekannt sind. Viele dieser Entwicklungen haben das Potential dem Zahnarztbesuch den Schrecken zu nehmen und dafür zu sorgen, dass die eigenen Zähne ein Leben lang gesund bleiben.

Digitales Röntgen

Im Prinzip unterscheidet sich das digitale nicht vom konventionellen Röntgen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass statt eines Photofilms eine elektronische Photoplatte belichtet wird. Da diese Platten empfindlicher sind als die Filme, kann eine wesentlich geringere Strahlendosis eingesetzt werden. Die Strahlenbelastung ist somit bis zu ein Zehntel geringer als bei herkömmlichen Geräten.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Diagnostik. Da die Röntgenaufnahmen in hohen Auflösungen und in digitaler Form vorliegen, können viele Details besser dargestellt werden. Außerdem können die Aufnahmen an Computer nachbearbeitet werden, um beispielsweise die Kontrastverhältnisse zu verbessern - das erleichtert die Diagnose für den Arzt und ist damit auch im Interesse des Patienten.

Laser

In den letzten zehn Jahren wurde die Entwicklung von Lasersystemen für den medizinischen Einsatz immer weiter vorangetrieben. Heute befinden sich verschiedene Systeme auf dem Markt. Da eine Zertifizierung der Geräte derzeit noch nicht vorgeschrieben ist, liegt die Verantwortung hier beim Zahnarzt selbst.

Laser bieten gegenüber herkömmlichen Verfahren einige Vorteile. Leider werden heute noch nicht alle Erwartungen der Patienten erfüllt. So kann der Laser kein Ersatz für den Bohrer sein. Auch in der Parodontologie kann er die herkömmlichen Methoden nicht ersetzen. Allerdings können mit Hilfe der Laser herkömmliche Verfahren sinnvoll ergänzt werden. So ermöglicht diese Technik beispielsweise gute Ergebnisse bei der Sterilisation von Zahnfleischtaschen und aufbereiteten Wurzelkanälen. Auch in der Chirurgie können Laser in bestimmten Fällen ein guter Ersatz für das Skalpell sein, da sie die Koagulation von Blutgefäßen und Nervenendigungen fördert. Es kommt also zu geringeren Blutungen und einer dezenteren Narbenbildung.

Der Laser in der Zahnmedizin ist also kein Wunderinstrument, kann aber bei bestimmten Indikation sehr gute Dienste leisten. Im speziellen Fall sollten Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten lassen, um die Vor- und Nachteile und natürlich auch die Mehrkosten abzuwiegen.

Air Flow – Pulverstrahl

Das sogenannte Pulverstrahlsystem dient hauptsächlich zur Entfernung von Zahnverfärbungen auf den sichtbaren Zahnflächen. Bei diesem Verfahren wird mit einem Wasser-Luft-Gemisch ein auf die Zahnhärte abgestimmtes Salz mit hohem Druck auf die Zähne geblasen. Die feinen Salzkristalle lösen dabei Beläge und Verfärbungen auch in schwer zugänglichen Bereichen ohne die Zahnsubstanz zu schädigen.

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